Ein Monat Spotify in Deutschland (und warum noch viele folgen werden)

Nach einem Monat, den ich Spotify nun nutze und einem Jahr, dass ich bei den Konkurrenten simfy und rdio verbracht habe, lassen sich drei Aspekte herausstellen, die Spotify – ganz subjektiv – von seinen Konkurrenten abheben.
Das wohl markanteste Feature von Spotify: Musik wird teilbar. Ob einzelne Songs oder Playlisten: Alles, was man auf Spotify konsumiert, kann mit Freunden über Facebook geteilt werden. Anfangs hielt ich das für eher unnötigen Ballast. Mittlerweile ist mir klar, dass die zahlreichen sozialen Funktionen eine der größten Stärken von Spotify sind. Es entwickeln sich manchmal nicht nur spannende oder witzige Diskussionen über gehörte Musik auf Facebook. Man kann auch Playlisten und Musik-Tipps schnell und bequem weitergeben oder sogar zusammen erstellen. Veröffentlichte Listen können darüber hinaus von anderen abonniert werden. Musik zu teilen, wird damit erstmals einfach und legal möglich. Diese Funktionen werden auf Dauer nur spannender werden, desto mehr Menschen aus dem Freundeskreis sich bei Spotify anmelden. Hier zahlt sich der Facebook-Zwang bei der Anmeldung für Spotify natürlich besonders aus. Bisher hat sich kein Streaming-Anbieter derartig schnell unter meinen Facebook-Freunden verbreitet.
Die zweite Säule von Spotify sind Apps und zwar gleich in zweierlei Hinsicht. Erstens bietet Spotify als einziger Anbieter die Möglichkeit, kleine Anwendungen von Drittanbietern in die Desktop-Software zu integrieren. Auch hier war ich skeptisch und zunächst eher unwillig, mir irgendwelche bunten Werbe-Apps zu installieren. Aber weit gefehlt. Inzwischen höre ich aktuelle Musik-Empfehlungen des Intro-Magazings oder des Rolling Stone, lese die Lyrics über die TuneWiki-App mit und schaue, was mir Last.fm aktuell empfiehlt. Die Apps bieten statt doofer Werbung oft einen echten Mehrwert. Das Schöne: Die Musik ist immer nur einen Klick entfernt. Auch hier gilt: Mit der Zeit werden diese Apps nur interessanter werden. Zweitens bietet Spotify seinen Player für fast alle erdenklichen Plattformen an: Sei es Linux, Windows, MacOS, iOS, Android, Windows Phone oder sogar BlackBerrys und alte WebOS-Knubbel. Zwar ist die geteste iOS-App keine Augenweide und lässt auch bei der Bedienbarkeit ein wenig zu wünschen übrig, aber meine Musik und Playlisten sind da und lassen sich runterladen, wann immer ich will. Dabei läuft die iOS-App fast beängstigend stabil.
Punkt drei: Spotify kills iTunes. Wie viele andere auch hege ich eine liebevolle Abneigung zu iTunes. Der Medientanker von Apple, der bis jetzt der Ort schlechthin für Musik und Apps und Filme und TV-Sendungen und Bücher, und da haben wir schon das Problem, war. Die Software wurde über die Jahre derart mit Funktionalität aufgeblasen, dass es eigentlich schon einem Kunstwerk gleicht, dass Apple dieses Programm bis heute derartig bedienbar gehalten hat. Spotify schnappt sich die vorhandene iTunes-Bibliothek samt Musik und Playlisten und integriert sie in seine Software. So wird es erstmals möglich, dass man wochenlang nichts von iTunes sieht – und trotzdem munter Musik auf allen Kanälen hört. Allein dafür werden manche Menschen Spotify ins Herz schließen.
Perfektion an allen Stellen also? Nein, sicher nicht. Schmerzlich vermisse ich vor allem eine echte Collection. Also einen Ort, wo ich einfach alle meine gefundene und geliebte Musik rein schmeiße und durchsuchen oder sortieren kann. Ich weiß, sowas ist in einer Streaming-Welt eigentlich überflüssig, da ich ja ständig alles hören kann. Aber irgendwie fehlt es doch als kleines, virtuelles Brückenstück zwischen der gepflegten und gehegten iTunes-Bibliothek (oder gar dem angestaubten CD-Regal) und der neuen Welt der unendlichen Verfügbarkeit. Konkurrent Rdio hat das mit der Collection zum Beispiel sehr schön umgesetzt. Eine Playlist bei Spotify taugt als Ersatz leider nur bedingt, denn die Übersichtlichkeit und Sortierbarkeit erfordert ab einer gewissen Anzahl von Songs einfach eine andere Darstellung. EDIT: Gerade hab ich entdeckt, dass die “Library” in der Desktop-Anwendung tatsächlich alle Lieder, die ich mit einem Stern versehe oder in eine Playlist gepackt habe und meine iTunes-Files vereint. Fast das, was ich will. Nur warum kann ich da nicht einfach etwas reinwerfen, ohne es einer Playlist hinzuzufügen, Spotify?
Punkt zwei hängt eng damit zusammen: Warum muss ich alles, was ich herunterladen will bei Spotify in eine Playlist packen? Bei Rdio gibt es einen Sync-Button, der mir das Album schnell in meine Collection importiert und herunterlädt. Da es aber keine Collection oder ähnliches gibt, hat auch diese praktische Funktion bei Spotify leider keinen Einzug gefunden. Auch die sozialen Funktionen hat Spotify in der Grundeinstellung etwas zu freigiebig tariert. In der Standardeinstellung werden zum Beispiel alle neuen Playlisten sofort auch auf Facebook veröffentlicht. Ohne, dass die NutzerInnen darüber informiert werden. Das kann man in den Einstellungen ändern, ein Hinweis wäre aber sicher angebracht gewesen. Und zu guter letzt wirkt gerade die Desktop-Anwendung mit all den Funktionen und Apps, die dort schon sind, teilweise reichlich unruhig und überladen. Da geht mehr. Außerdem werde ich niemals an dieses fade, grüne Logo verstehen. Niemals.
Dennoch: Spotify ist der Dienst, der das Streaming-Modell für Musik zum Mainstream machen wird. Besonders die sozialen Funktionen und die enge Zusammenarbeit mit Facebook werden den Erfolg weiter befeuern und das bis jetzt ganz zu Recht. Ob das Modell des Streamings und der Musik-Flatrate für Musikschaffende auf lange Sicht gut ist, ist allerdings noch einmal eine andere, wichtige Frage. Für NutzerInnen sind die fünf oder zehn Euro (bei Zugriff auf die mobilen Apps) pro Monat jedenfalls derzeit exzellent investiert.
(Bild: Moritz Ritter, iTunes Logo © Apple Inc., Spotify Logo © Spotify)
Christoph Rauscher and Lukas Oppermann have created a great concept for an app called “Juice Control”. It helps you monitor and save energy, while the community features and the friendly interface promises to make this fun to use and easy to grasp for everyone. We definitely need this to be realized.
(Quelle: energyawareness)
Trailer für das neue Sim City 5 inklusive eines Atomreaktor-Baus, der die Stadt vor der Apokalypse bewahrt (ab ca. 0:50). Ähem.
(Quelle: rubenseinblog)
If we had 51% women in Congress, do you think we’d be debating access to contraception?
—Sen. Kristen Gillibrand (via think-progress)
(via reddresses)
The dangers of fracking
Fracking (or induced hydraulic fracturing) is a technique widely used by energy companies (mainly in the US) that creates fractures in reservoir rock formations to extract fossil fuels like natural gas and oil. This method has numerous side effects for the environment because of the dangerous chemicals that are used as fracking fluids which are induced in the rock formations.
The dangers of fracking are beautifully illustrated by this website which is also a great example of visual storytelling as a form of webdesign.
(Picture: Screenshot of http://dangersoffracking.com/)



